Niederlassung Schwalmstadt Ansprechpartner: Herr Steuerberater Thorsten Wechsel

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Aktueller Hinweis

Unternehmenszuordnung bis zum 31.05.2017 vornehmen!

Für privat und unternehmerisch genutzte Objekte haben Unternehmer die Möglichkeit, bei deren Anschaffung den vollen Vorsteuerabzug geltend zu machen und für die spätere private Nutzung eine unentgeltliche Wertabgabe der Umsatzsteuer zu unterwerfen. So kann sich der Unternehmer bei der Anschaffung eines solchen gemischt genutzten Objektes einen Liquidationsvorteil verschaffen.

Damit der Unternehmer den Vorsteuerabzug geltend machen kann, muss er das gemischt genutzte Objekt bis zum 31.05. des Folgejahres der Anschaffung seinem Unternehmensvermögen zuordnen. Wird dieser Termin versäumt, kann kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Die Zuordnung kann auch dadurch getroffen werden, dass der volle oder teilweise Vorsteuerabzug geltend gemacht wird. Unternehmer, die nur eine Umsatzsteuerjahres­erklärung einzureichen haben, müssen diese dann spätestens bis zum 31.05. einreichen oder dem Finanzamt die Unternehmenszuordnung formlos mitteilen.

 

Hinweis:

Haben Sie ein gemischt genutztes Wirtschaftsgut in 2016 angeschafft, für das Sie den vollen Vorsteuerabzug begehren, so informieren Sie uns umgehend, damit wir Ihre Zuordnungsentscheidung dem Finanzamt bis zum 31. Mai 2017 mitteilen können, sofern noch keine Zuordnung, beispielsweise im Rahmen einer Umsatzsteuervoranmeldung, getroffen wurde.

31. Mai: Nachweispflicht für einbringungsgeborene Anteile!

Bringt ein Steuerpflichtiger einen Betrieb, Teilbetrieb, Mitunternehmernanteil oder einen Anteil an einer Kapitalgesellschaft in eine Kapitalgesellschaft ein und erhält er hierfür Anteile an der aufnehmenden Kapitalgesellschaft, so kann die aufnehmende Gesellschaft das eingebrachte Vermögen auf Antrag mit den Buchwerten oder einem Zwischenwert ansetzen. So kann vermieden werden, dass der Einbringende stille Reserven aufdecken und versteuern muss.

Werden die Anteile, die der Steuerpflichtige aufgrund seiner Einbringung erhalten hat (sog. einbringungsgeborene Anteile) von diesem innerhalb von sieben Jahren nach dem Einbringungszeitpunkt veräußert, ist der Gewinn aus der Einbringung rückwirkend im Wirtschaftsjahr der Einbringung als Veräußerungsgewinn zu versteuern, d.h. es müssen rückwirkend die stillen Reserven aufgedeckt werden. Der Gewinn vermindert sich um jeweils ein Siebtel für jedes seit dem Einbringungszeitpunkt abgelaufene Zeitjahr. Gleiches gilt, wenn der Steuerpflichtige Anteile an einer Kapitalgesellschaft in die (neue) Kapitalgesellschaft einge-bracht hat und diese die Anteile innerhalb von 7 Jahren veräußert.

Durch diese Regelungen soll verhindert werden, dass die teilweise Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften in systemwidriger Weise auf nicht privilegiertes Vermögen durch eine zuvor erfolgte Buchwerteinbringung ausgeweitet wird.

Der Steuerpflichtige muss daher jährlich nachweisen, wem die einbringungsgeborenen Anteile zuzurechnen sind, d.h. dass er diese nicht veräußert oder in schädlicher Weise an einen neuen Rechtsträger übertragen hat. Kommt er dieser Nachweispflicht nicht nach, gelten die Anteile als veräußert.

Der Nachweis muss jährlich bis zum 31.05. erbracht werden.

 

Hinweis:

Sollte gegenüber dem Finanzamt ein entsprechender Nachweis in diesem Jahr noch nicht erbracht worden sein, so ist dieser schnellstmöglich nachzuholen, da die Frist Ende des Monates ausläuft. Ein Verstreichenlassen der Frist kann zu einer erheblichen steuerlichen Belastung führen.

Neue Erklärungspflichten für den Agrardieselantrag

Aufgrund von Vorgaben der EU müssen Bezieher von staatlichen Beihilfen neue Erklärungspflichten und die hiermit verbundenen Fristen beachten. Dies betrifft u.a. Betriebe, die die Agrardieselsteuererstattung in Anspruch nehmen, aber auch Betreiber von Biogasanlagen hinsichtlich der Stromsteuerbefreiung.  

Für das Verbrauchsjahr 2016 muss erstmals ein neuer Vordruck 1139 „Selbsterklärung zur staatlichen Beihilfen“ beim Hauptzollamt abgeben werden. Die Selbsterklärung ist eine zwingende Antragsvoraussetzung für die Gewährung einer, als staatliche Beihilfe geltenden, energiesteuerrechtlichen Steuerermäßigung, wie der Agrardieselsteuererstattung. Wird die Selbsterklärung nicht eingereicht, werden die Anträge auf Beihilfe abgelehnt und bereits ausgezahlte Beihilfen müssen zurückgezahlt werden. Die Selbsterklärung muss bis zur Abgabefrist des Agrardieselantrages zum 30.09.17, dem Hauptzollamt vorliegen. Hierbei handelt es sich um eine Ausschlussfrist. Bei verspäteter Abgabe des Antrages und der Selbsterklärung bei der zuständigen Behörde – für Hessen ist das das Hauptzollamt Dresden, Standort Löbau – wird der Antrag abgelehnt.

Neben der Selbsterklärung muss erstmals für 2016 eine „Erklärung über die im vorangegangenen Kalenderjahr erhaltenen Beihilfen“ bzw. ein Befreiungsantrag von dieser Erklärungspflicht nach dem Vordruck 1462 bzw. 1463 eingereicht werden. Die nachträgliche Anzeige und Erklärung über erhaltene Beihilfen, bzw. der Befreiungsantrag von der Erklärungspflicht müssen bis zum 30.06.17 eingereicht werden. Den Befreiungsantrag können Betriebe stellen, die je Kalenderjahr weniger als 150.000 € Agrardieselsteuererstattung erhalten. Die Befreiung gilt für 3 Kalenderjahre. Ein neuer Antrag muss dann wieder in 2020 gestellt werden.

 

Hinweis:

Die für die Erklärungspflicht benötigten Vordrucke können Sie auf der Internetseite der Zollverwaltung (www.zoll.de) herunterladen.